Billigflüge ergattern

Wirklich billige Flüge gibt es immer wieder bei verschiedenen Anbietern zu ergattern.

Das im Hauptbild gezeigte Flugzeug stammt noch von einem Testflug der neuen A-380 Typen vom europäischen Flugzeugbauer Airbus Industries. Daher fehlen auch noch die Beschriftungen außen. Die Maschine ist das derzeit größte verfügbare Fluggerät für Linienflüge.

 

Klar, dass auch da drin viel Luxus verbaut wurde, trotzden kann man mit dem Airbus A380 auch mal einen Billigflug erwischen, die LH, wie die Kranichlinie Lufthansa auch abgekürzt wird, hat immer wieder Sonderangebote für Flüge nach Südafrika oder nach Asien im Programm.

 

Die Lufthansa muss hier mit ihren Konkurrenten auf der Langstrecke wie etwa Singapore Airlines oder den Emirates in Richtung Asien oder Air France und Quatar Airways nach Südafrika  kämpfen und deshalb auch mal billigere Flüge anbieten. Zudem ist die neue A-380 natürlich ein Blickfang und jeder will mal auf einem Flug mit dem Riesenadler oder besser Kranich mit dabei gewesen sein.

 

Mit bis zu 549 Passagieren ist das Jumbopaket A-380 mit mehr als doppelt sovielen Sitzplätzen ausgestattet, als die meiste Konkurrenz. Wer dabei aber in der Economy Class erhöhten Sitzkomfort in Bezug auf Breite der Sitze erhofft, wird aber enttäuscht, die Sitzmaße sind nicht arg größer als in einer kleineren Maschine.

 

Das kommt aber auch auf die Fluggesellschaft an, die bei Airbus und Boeing, den beiden großen Flugzeugbauern, die Sitzmaße individuell ordern kann. Bei der Lufthansa sind das 79cm Platzabstand zum Vordermann und 44cm Breite in der Economy Class. Das ist ja fast wie bei Ryanair, hörte ich einen Sitznachbarn lästern, der etwa 195cm groß unterbringen mußte.

 

 

 

Schlank- und Billigflüge

So eine Billigfluege-Gesellschaft muss nun nicht unbedingt gleich mit weniger Service aufkommen, obwohl im Service einer der hauptsächlichen Kosteneinsparungspotentiale verborgen liegt. Die Personalkosten zu drücken, durch etwa Stellenabbau und Stellenstreichungen, sowie der Einsatz von Leiharbeitern hat auch im Fluggewerbe schon seit langem seinen Einzug gehalten.

 

Zuletzt musste auch die Kranichlinie zu diesen Sparmaßnahmen greifen, zu stark ist der Kostendruck in diesem Bereich. Mittlerweile ist man es schon gewohnt, auf einem Billigflug im Kurzstreckenbereich keine Verpflegung zu erhalten. Früher gabs da noch Bier für die Fußballfans und Muttchen konnte ihren verdienten Sekt zum Aufmuntern am Anfang einer Reise genießen.

 

Das sieht nun ja bekanntermaßen anders aus, und es zieht immer weitere Kreise. Momentan gibt es auf den Mittelstrecken überwiegend und auf Langstrecken immer noch warme Mahlzeiten, die zwar gefühltermaßen immer kleiner (und leichter!) ausfallen, schlaue Dienstleister wie die Air Dolomiti etwa, verkaufen das dann schnell als Fitness-Linie mit Öko-Charakter, nicht nur das Haar sitz perfekt, auch die Hose zwickt nicht, dank Schlank- und Billigflügen.

 

Aber machen wir uns nichts vor, wir wollen ja auch mehr bezahlen für einen Flug. Da kann man schonmal das gute altbewährte Brotzeitschnittchen von Mami im Billigflieger auspacken, ohne dass man sich schämen muss, zumindest die eco-Sitznachbarn sind ja auch nicht besser.

 

Economy ist das Zauberwort der 90er und danach, eine Ökonomisierung des Luftverkehrs wird ja nicht nur drinnen betrieben, beim Fluggast und Service wird gespart, aber auch sonst zieht der Rotstift seine Kreise um Ausgaben, die nicht unbedingt nötig sind.

Der Fluggast profitiert von den günstigen Preisen, der Investor freut sich über eine höhere Dividene, eine Win-Win Situation?